Wappen

Wappenbeschreibung

Geteilt von Grün und Silber; oben der wachsende heilige Stephan in silberner Kleidung mit goldenem Nimbus, in der Linken ein rotes Messbuch mit drei goldenen Steinen haltend; unten ein grüner Nachen (sogenannte Mutze).

Die Zweiteilung des Wappens erinnert daran, dass sich die Gemeinde Stephanskirchen seit 1855 aus zwei Teilen zusammensetzt, Stephanskirchen und die ehemalige Gemeinde Hofleiten. Der heilige Stephan ist der Patron des Hauptortes Stephanskirchen und gab der Gemeinde den Namen. Der Fischernachen in der lokal verbreiteten Form der Mutze im unteren Feld verweist auf den am Inn gelegenen Gemeindeteil Schloßberg-Hofleiten, in dem in früheren Zeiten Schifffahrt und Fischfang wichtige Erwerbsquellen darstellten. Die dominierende Farbe Grün unterstreicht die vorwiegend landwirtschaftliche Struktur der Gemeinde.

Wappenführung: seit 1954
Rechtsgrundlage: Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern
Beleg: Ministerialentschließung vom 10.07.1954

Die Verwendung des Gemeindewappens in jeglicher Form bedarf nach Art. 4 Abs. 3 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern der Genehmigung durch die Gemeinde Stephanskirchen!

Der heutige Landkreis Rosenheim entstand bei der Gebietsreform 1972 durch die Eingliederung des gesamten Landkreises Bad Aibling mit Ausnahme der Gemeinde Großhelfendorf und des südlichen Teils des Landkreises Wasserburg am Inn. Mit der Schaffung dieser neuen Verwaltungseinheit waren auch die Wappen der bisherigen Gebietskörperschaften überholt.

1975 beschloß der Kreistag Rosenheim, ein neues Landkreiswappen anzunehmen, wobei weitgehend die gestalterischen Vorschläge der Generaldirektion der Staatsarchive Bayerns verwirklicht wurden:

Die bayerischen Rauten im oberen Drittel des Wappens sind die Kennzeichen der ältesten wittelsbachischen Besitzungen an der mittleren Mangfall und wurden vom Wappen des Landkreises Bad Aibling übernommen.

Wappensymbole des früheren Landkreises Rosenheim sind die gekreuzten Seerosenblätter aus dem Wappen des Klosters Frauenchiemsee, die den Chiemgau symbolisieren.
Der Löwe im rechten Teil des Wappens stammt aus dem Wasserburger Landkreis und wird dem Grafen von Wasserburg zugeschrieben.

Die offizelle Wappenbeschreibung lautet:
„Unter Schildhaupt mit den bayerischen Rauten gespalten von Blau und Silber, vorne gespalten von Silber und Blau, darauf zwei gekreuzte Seeblätter in verwechselten Farben, hinten ein golden gekrönter und bewehrter roter Löwe.“

Außerdem wurde eine Landkreisfahne angenommen, deren Streifen nach den Hauptfarben des Wappens die Farbfolge Rot-Gelb-Blau haben.

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